So nutzen Sie den Zinseszinsrechner Schweiz
Beginnen Sie mit dem Geld, das bereits vorhanden ist. Dieser Betrag wird einmal als Startkapital erfasst. Künftige Monatsraten gehören in das Feld für die regelmässige Einzahlung, damit sie erst ab ihrem jeweiligen Eingang an der Verzinsung teilnehmen.
- Startkapital und Monatsrate eintragen. Verwenden Sie für beide Beträge CHF. Bei einer einmaligen Anlage ohne weitere Zahlungen bleibt die Monatsrate null.
- Jahreszins und Zinsart festlegen. Unterscheiden Sie zwischen nominalem und effektivem Jahreszins, bevor Sie Werte aus anderen Berechnungen übernehmen.
- Laufzeit und Kapitalisierung wählen. Tägliche, monatliche, vierteljährliche oder jährliche Zinsgutschriften beschreiben unterschiedliche Rechenintervalle.
- Einzahlungszeitpunkt und gegebenenfalls Inflation angeben. Der Monatsanfang oder das Monatsende bestimmt die Anlagedauer jeder Rate; die Inflation betrifft die spätere Kaufkraft.
CHF ist hier die Darstellungswährung. Die Auswahl rechnet keinen Euro- oder Dollarbetrag automatisch in Schweizer Franken um. Alle Eingaben müssen bereits in derselben Währung vorliegen, damit Summen und Vergleiche aussagekräftig sind.
Was der nominale und der effektive Jahreszins bedeuten
Ein nominaler Jahreszins enthält den zusätzlichen Effekt unterjähriger Kapitalisierung noch nicht. Bei einem nominalen Jahreszins r und n Zinsperioden pro Jahr beträgt die Rate je Periode r/n. Der entsprechende effektive Jahreszins lautet (1 + r/n)^n − 1.
Bei beispielhaften 4% nominal pro Jahr und monatlicher Verzinsung ergibt sich ein effektiver Jahreszins von rund 4,0742%. Ein eingegebener effektiver Jahreszins von genau 4% beschreibt folglich ein etwas geringeres jährliches Wachstum.
Ist stattdessen der effektive Jahreszins y vorgegeben, lässt sich der monatliche Zins mit (1 + y)^(1/12) − 1 berechnen. Die Division eines effektiven Jahreszinses durch zwölf ist dafür normalerweise nicht korrekt. Prozentwerte werden innerhalb der Formeln als Dezimalzahlen eingesetzt.
Bei gleichem positivem Nominalzins führt eine häufigere Kapitalisierung zu einem höheren effektiven Jahreszins. Wird der effektive Jahreszins konstant gehalten, entsteht für ein Guthaben ohne Bewegungen dagegen kein zusätzliches Jahreswachstum allein durch häufigere Rechenperioden.
Wie regelmässige Einzahlungen berücksichtigt werden
Für einen einmaligen Betrag gilt K = P × (1 + r/n)^(n × t). P steht für das Startkapital, r für den nominalen Jahreszins, n für die Anzahl jährlicher Zinsperioden und t für die Laufzeit in Jahren. K ist das Endkapital.
Bei monatlicher Verzinsung und gleich hohen Einzahlungen zum Monatsende wird die Formel erweitert:
K = P × (1 + i)^m + E × ((1 + i)^m − 1) / i
i ist der monatliche Zinssatz, m die Anzahl Monate und E die Monatsrate. Die erste Einzahlung hat länger Zeit als die letzte; deshalb dürfen die späteren Raten nicht einfach dem Anfangskapital zugerechnet werden.
Bei Einzahlungen zu Monatsbeginn erhält nur der Einzahlungsteil den zusätzlichen Faktor (1 + i). Jede Rate nimmt einen weiteren Monat am Wachstum teil. Ist der Zins null, gilt ohne diesen Bruch K = P + E × m.
Beispiel in CHF und Entwicklung nach Jahren
Das folgende Beispiel verwendet CHF 10’000 Startkapital und CHF 250 am Ende jedes Monats. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre. Angenommen werden konstante 4% nominaler Jahreszins mit monatlicher Kapitalisierung. Diese Werte dienen der Illustration und gehören zu keinem konkreten Angebot.
| Zeitpunkt | Insgesamt eingezahlt | Zinsen insgesamt | Kapital am Jahresende |
|---|---|---|---|
| Nach Jahr 1 | CHF 13’000.00 | CHF 463.03 | CHF 13’463.03 |
| Nach Jahr 5 | CHF 25’000.00 | CHF 3’784.71 | CHF 28’784.71 |
| Nach Jahr 10 | CHF 40’000.00 | CHF 11’720.78 | CHF 51’720.78 |
Die Berechnung behält intern ihre Genauigkeit und rundet die angezeigten Geldbeträge erst zum Schluss auf Rappen. Würden die Monatsraten jeweils am Monatsanfang eingehen, ergäbe sich nach zehn Jahren ein Endkapital von CHF 51’843.49 bei unveränderten übrigen Annahmen.
Was die Jahrestabelle zeigt
Die Tabelle macht sichtbar, wie sich eigenes Geld und angesammelte Zinsen bis zu einem bestimmten Jahresende entwickeln. Im Beispiel sind die Spalten kumuliert: CHF 11’720.78 sind sämtliche berechneten Zinsen nach zehn Jahren, nicht nur die Zinsen des zehnten Jahres.
Für den Zinsertrag eines einzelnen Jahres vergleichen Sie zwei aufeinanderfolgende Jahresstände und ziehen die Einzahlungen dieses Jahres vom Kapitalzuwachs ab. Dadurch vermeiden Sie, eine höhere Sparleistung mit einer höheren Verzinsung zu verwechseln.
Auch ein stark wachsender Gesamtbetrag kann zu einem erheblichen Teil aus zusätzlichen eigenen Einzahlungen bestehen. Der Endwert allein sagt daher wenig darüber aus, welcher Anteil des Ergebnisses durch den Zinseszinseffekt entstanden ist.
Kaufkraft und Grenzen der Rechnung
Die heutige Kaufkraft des Endkapitals wird durch Division durch (1 + f)^t geschätzt, wobei f die angenommene jährliche Inflation ist. Bei hypothetischen 1,5% Inflation über zehn Jahre entsprechen CHF 51’720.78 ungefähr CHF 44’566.10 heutiger Kaufkraft.
Das ist eine zusätzliche Bewertung des Endbetrags, keine tatsächliche Belastung des Kontos. Der Wert ist auch nicht der vollständige reale Gewinn aller Einzahlungen, weil diese über den Zeitraum verteilt erfolgen.
Der Zinssatz bleibt im Modell konstant. Steuern, Gebühren und Kursschwankungen werden nicht berücksichtigt. Ein bestimmtes Schweizer Konto oder Anlageprodukt kann andere Regeln für Verfügbarkeit, Zinsgutschrift und Rundung verwenden. Das Ergebnis ist keine persönliche Finanzempfehlung.
Ändern Sie nun eine Monatsrate oder den Anlagezeitraum und vergleichen Sie die zugehörigen Jahresstände. Behalten Sie die übrigen Annahmen bei, wenn Sie den Einfluss dieser einzelnen Änderung beurteilen möchten.